10 years anniversary logo Wir feiern 10 Jahre Cryptomator Unsere Geschichte, neue Features & ein Sale bis 18. März

Blog / 10 Jahre Cryptomator – Danke an euch


Heute wird Cryptomator 10 Jahre alt

Es fühlt sich unwirklich an, diesen Satz zu lesen.

Was einst als kleine Idee begann, ist zu einem Werkzeug geworden, dem Millionen Menschen weltweit vertrauen. Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Geschichten: Journalist:innen, die ihre Quellen schützen. NGOs, die sensible Informationen sichern. Forschende, Studierende, Selbstständige, Unternehmen – alle vereint durch ein gemeinsames Bedürfnis: ihre Daten in einer zunehmend vernetzten Welt privat zu halten.

Heute feiern wir nicht nur ein Jubiläum. Wir blicken zurück auf die Geschichte von Cryptomator, sagen Danke an alle Unterstützer:innen und schauen nach vorne, was die Zukunft für das Cryptomator-Projekt bereithält.

10 Jahre Cryptomator – Danke an euch

Wie alles begann

Vor etwa zehn Jahren waren Cloud-Speicher im Alltag angekommen. Dropbox, Google Drive, OneDrive und viele andere versprachen Komfort: jederzeit Zugriff auf Dateien, einfache Freigaben, nahtlose Zusammenarbeit. Und sie lieferten genau das – jedoch mit einem versteckten Preis: Die Aufgabe deiner Privatsphäre – das Analysieren der hochgeladenen Daten.

Schutz davor versprach nur Verschlüsselung. Doch Verschlüsselung war entweder nicht vorhanden, optional oder so kompliziert, dass sie für viele Menschen keine realistische Option darstellte. Die Cloud zu nutzen bedeutete häufig, die Kontrolle über die eigenen Daten abzugeben, oft ohne es wirklich zu bemerken.

Cryptomator entstand aus genau diesem Spannungsfeld.

„Wie so oft bei FOSS begann alles mit eigenem Bedarf, weil existierende Tools meinen Anforderungen nicht entsprachen. Meine Motivation hat sich dann maßgeblich geändert, als offensichtlich wurde, dass auch andere diesen Bedarf nach einer transparenten, Cloud-kompatiblen Verschlüsselungslösung hatten und mit den vorhandenen Tools (damals vor allem Boxcryptor) ebenfalls nicht zufrieden waren.“

— Sebastian Stenzel, CTO

Von Anfang an wurde Cryptomator als Open-Source-Software entwickelt. Transparenz war kein Marketingversprechen, sondern Voraussetzung. Jede und jeder konnte nachvollziehen, wie die Verschlüsselung funktioniert, auf Schwachstellen prüfen und Verbesserungen beitragen.

„Zu Beginn war Open Source sogar unser wichtigstes Alleinstellungsmerkmal gegenüber unserem Hauptkonkurrenten Boxcryptor – ich wollte schlichtweg nicht blind vertrauen. Open Source bedeutet theoretisch: Man muss uns gar nicht vertrauen. Und neue Verfahren wie Provenance Attestation – also kryptografische Nachweise darüber, wie ein Build entstanden ist – kann zukünftig auch die Integrität von bereits herstellerseitig kompilierter Software sicherstellen.“

— Sebastian Stenzel, CTO

Mit der Cloud gewachsen

Doch die Zeit bleibt nicht stehen. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Arbeitswelt grundlegend verändert. Remote Work ist seit der Covid-Pandemie Normalität geworden. Internationale Zusammenarbeit selbstverständlich. Ganze Organisationen haben ihre Prozesse in die Cloud verlagert. Gleichzeitig sind auch die Risiken gewachsen: Datenlecks, Ransomware, Überwachung, steigende regulatorische Anforderungen.

„Privatsphäre ist (leider) immer wichtiger geworden: Früher ging es vor allem um Cyberkriminalität und Leaks – heute macht mir die Ausbreitung autoritärer Tendenzen in sogenannten ‚Demokratien‘ Sorgen. Die geforderte Aufweichung von Privatsphäre kann in den falschen Händen zur Kontrolle über uns alle werden; KI-Trollarmeen mit Zugriff auf private Chats und Daten wären das mächtigste Propagandawerkzeug der Menschheitsgeschichte. Wenn wir das zulassen, hat das gravierende Folgen.“

— Sebastian Stenzel, CTO

Privatsphäre ist kein „Nice-to-have“ mehr. Sie ist eine Notwendigkeit. Cryptomator hat sich mit diesen Herausforderungen weiterentwickelt.

Aus einer Desktop-Anwendung wurde eine plattformübergreifende Lösung. Mobile Apps kamen hinzu. Neue Anwendungsfälle entstanden. Rückmeldungen aus der Community haben Bedienbarkeit, Performance und Funktionen maßgeblich geprägt.

Mit Cryptomator Hub folgte der nächste Schritt: sichere Zusammenarbeit für Teams und Organisationen – ohne Abstriche bei Verschlüsselung oder Kontrolle.

Bei all diesen Entwicklungen ist eines gleich geblieben: Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit dürfen kein Widerspruch sein.

Im Folgenden haben wir euch eine Timeline zusammengestellt, in der ihr die wichtigsten Meilensteine der letzten Jahre finden könnt.

Timeline

Evolution des Cryptomator-Icons von der frühen 'Waschmaschine' zum heutigen Cryptobot
Evolution of an Icon: Von der „Waschmaschine" zum Cryptobot

2013–2014 – Die Idee entsteht, die Entwicklung startet
Aus einem ganz praktischen Bedürfnis heraus entsteht die Vision: Cloud nutzen können, ohne dem Anbieter Klartextdaten anzuvertrauen. 2014 beginnt die aktive Entwicklung – mit dem Fokus auf lokale Verschlüsselung und gute Bedienbarkeit.

2015 – Erste Releases & erste Anerkennung
Cryptomator nimmt Form an: frühe GitHub-Releases schaffen eine stabile Basis. Mit dem CeBIT Innovation Award (Usable Security & Privacy) bekommt der Ansatz früh Rückenwind: Sicherheit muss nicht kompliziert sein.

9. März 2016 – Cryptomator 1.0: der offizielle Launch
Mit Cryptomator 1.0 erscheint die erste stabile Desktop-Version. Das Interesse ist so groß, dass die Website am Release-Tag zeitweise überlastet ist – ein frühes Zeichen, wie groß der Bedarf an unabhängiger Cloud-Verschlüsselung ist.

2017 – Wachstum im Ökosystem: Integration, Community, Android
Cryptomator wird sichtbarer und alltagstauglicher: Die Integration in Cyberduck bringt das Projekt näher an bestehende Workflows. Mit dem Community-Forum entsteht ein zentraler Ort für Support und Austausch. Und mit Android 1.0 wird mobile Verschlüsselung endgültig massentauglich.

2018 – Nachhaltigkeit: das Sponsor-Programm
Damit Cryptomator langfristig weiterentwickelt werden kann, startet ein Sponsor-Programm. Es stärkt die Finanzierung und ermöglicht, Open Source dauerhaft professionell zu betreiben – ohne die Grundwerte des Projekts aufzugeben.

2020 – Ein Meilenstein: 1 Million Downloads & großer Desktop-Sprung
Cryptomator erreicht 1 Million Downloads. Gleichzeitig markiert ein großes Update (u. a. neues UI und Vault-Format) den nächsten Reifegrad. Ende des Jahres wird auch die Android-App vollständig Open Source – ein konsequenter Schritt in Richtung Transparenz.

2021–2023 – Mehr Open Source, mehr Teams: iOS & Cryptomator Hub
Die iOS-App wird Open Source und mit Cryptomator 2.0 technisch grundlegend erneuert. Parallel wächst der Bedarf in Unternehmen und Organisationen: Mit Cryptomator Hub 1.0 (2022) kommt eine Lösung für Teams und Institutionen hinzu – inklusive zentraler Verwaltung und Team-Vaults. In den Folgeversionen wird Hub weiter ausgebaut (z. B. Recovery Keys).

2024–2025 – Reichweite & Zukunftsfähigkeit Cryptomator erreicht neue Zielgruppen durch größere Medienpräsenz und Empfehlungen. Gleichzeitig richtet sich der Blick klar nach vorn: Mit der Post-Quantum-Roadmap wird die langfristige kryptografische Zukunft vorbereitet, und Integrationen (z. B. Mountain Duck) stärken das Ökosystem rund um verschlüsselte Cloud-Workflows.

Was kommt jetzt? – Neue Updates & Features

Neue Cryptomator Hub Features – Early Access / Jubiläums-Launch

Im Rahmen des 10. Jubiläums gehen mehrere zentrale Erweiterungen für Cryptomator Hub in eine Early-Access-Phase bzw. werden erstmals öffentlich verfügbar gemacht. Diese sollen Teams und Organisationen mehr Kontrolle, Sicherheit und Flexibilität geben. Zum Jubiläum bieten wir eine besondere 100-tägige kostenlose Testphase (statt der üblichen 30 Tage) für Cryptomator Hub Managed an. Weitere Details gibt es in der Early-Access-Dokumentation.

User & Group Management

Ein zentrales Highlight der neuen Hub-Version ist das User- und Group-Management.
Damit können Administrator:innen:

  • Benutzer:innen gezielt verwalten
  • Gruppen anlegen und Rollen zuweisen
  • Rechte strukturierter und granular vergeben

Das ermöglicht eine bessere Kontrolle über Zugriffe innerhalb von Teams und Organisationen, was besonders wichtig bei größeren Gruppen oder Abteilungen ist. Diese Funktion markiert einen wichtigen Schritt von einfacher Zugangskontrolle hin zu einer echten Team- und Organisations-Rolle-Verwaltung.

Cryptomator Hub – User/Group Management Vorschau

Emergency Access

Ein weiterer großer Schritt: Emergency Access wird eingeführt.
Damit lassen sich:

  • Sicherheitskonten für Notfälle anlegen
  • Vertrauenspersonen/Administrator:innen definieren
  • Zugriff im Falle verlorener Zugangsdaten oder Schlüssel ermöglichen

Das verbessert besonders in organisatorischen Kontexten die Ausfallsicherheit und stellt sicher, dass kein Datenzugriff verloren geht, selbst wenn Individuen nicht mehr verfügbar sind.

Cryptomator Hub – Emergency Access Vorschau

Cryptomator Desktop und iOS

Files-in-Use (Dateien in Verwendung)

Auch in der Desktop-Anwendung gibt es ein neues Feature mit Update 1.19.0, das für Hub-Tresore wichtig ist: „Files-in-Use“.

Ist eine Datei in einem Hub-Tresor auf einem Gerät geöffnet, dann werden andere Benutzer beim Öffnen auf ihren Geräten durch eine Benachrichtigung gewarnt.

Das ist besonders wichtig, um Konflikte oder Datenverlust zu reduzieren, wenn Dateien gleichzeitig bearbeitet werden, und verbessert die Zusammenarbeit in Teams.

Neues Cryptomator-Logo für iOS (Desktop & Mobile)

Zum Jubiläum bekommt Cryptomator auch ein kleines visuelles Update: Auf iOS erscheint ein neues Cryptomator-Logo – sowohl in der mobilen App als auch in der Desktop-Anwendung.

Neue Cryptomator App-Icons für macOS und iOS
Neue Cryptomator App-Icons für macOS und iOS

Stimmen aus der Community

„Inzwischen freue ich mich vor allem, wenn ich in freier Wildbahn über Nutzer*innen stolpere oder Berichte lese.“
— Sebastian Stenzel, CTO

In den vergangenen 10 Jahren ist Cryptomator weit mehr geworden als nur ein Verschlüsselungstool. Für viele Menschen ist es heute ein fester Bestandteil ihres Arbeitsalltags und ihres Sicherheitskonzepts. Durch Cryptomator haben sie ein gutes Gefühl, wenn es um den Schutz ihrer Daten geht. Hier sind einige Stimmen aus unserer Community:

„Ich wollte einfach nur Danke sagen für dieses großartige Tool!“
— Luke (@nuk3, Mastodon)

„Deshalb liebe ich Cryptomator: Die Dateien sind verschlüsselt und selbst wenn der Cloud-Anbieter ein Datenleck hat, weiß ich, dass meine Dateien sicher sind.“
— mbeddedDev (Mastodon)

Auch hier gilt: Cryptomator ist kostenlos nutzbar. Wer also das Programm unterstützen kann, sollte dies auf jeden Fall tun. Es ist eine großartige Software.
— Techlore (YouTube)

Für viele Nutzer:innen macht vor allem die Kombination aus Transparenz und Benutzerfreundlichkeit den Unterschied:

„Open Source und weit verbreitet, geprüft und stabil, mit einer schönen und einfachen Oberfläche. Für Cloud-Speicher ist es immer meine erste allgemeine Empfehlung.“
— Fit_Flower_8982 (Reddit)

Auch Organisationen und Unternehmen setzen auf unsere Verschlüsselungslösung, allen voran auf Cryptomator Hub:

„Mit Cryptomator Hub können wir sensible Unternehmensdaten sicher verwalten und gleichzeitig unseren Mitarbeitenden eine unkomplizierte Nutzung ermöglichen.“
— Andreas Cofalla, Application Manager IT, Walbusch GmbH & Co. KG

Und für viele Nutzer:innen gehört Cryptomator inzwischen einfach zum Alltag:

„Ich schlafe nachts ruhig, weil ich weiß, dass meine Dateien privat und sicher sind – egal, wo sie gespeichert oder gesichert werden.“
— @paired_electron (X)

„Auf meinem iPad funktioniert alles mühelos … biometrische Anmeldung oder Passwort direkt auf demselben Bildschirm ist eine tolle Lösung.“
— Jack Ouzzi (App-Store)

Egal ob auf Desktop oder Smartphone, privat oder im Unternehmen – das Vertrauen, das Feedback und die Unterstützung unserer Community haben Cryptomator zu dem gemacht, was es heute ist. Vielen Dank dafür!

10 Jahre Cryptomator – Macht mit bei unserem Live-AMA

Macht mit bei unserem 10-Jahres-Jubiläums-AMA auf Reddit

Im Rahmen unserer Feier zum 10-jährigen Jubiläum veranstalten wir ein Ask Me Anything (AMA) auf Reddit! Wir würden uns freuen, wenn ihr dabei seid.

📅 9. März 2026
🕓 16:00 Uhr CET
📍 r/Cryptomator

Tobias Hagemann (CEO) und Sebastian Stenzel (CTO) werden eure Fragen live beantworten.

Nach zehn Jahren, in denen wir an datenschutzfreundlicher Open-Source-Verschlüsselungssoftware gearbeitet haben, sind wir überzeugt: Transparenz und offener Austausch sind wichtiger denn je.

Dieses AMA ist unsere Art, Danke zu sagen und gemeinsam mit euch nach vorne zu schauen.

Folgt uns auf Reddit und beteiligt euch an der Diskussion auf r/Cryptomator.

Wir freuen uns auf eure Fragen.

Ihr könnt nicht live dabei sein? Keine Sorge, wir stellen euch im Nachhinein die Fragen & Antworten zur Verfügung und natürlich sind wir immer via E-Mail, Social Media oder im Community Forum erreichbar, wenn euch doch noch eine Frage auf der Seele brennt.

Besonderer Sale zum Jubiläum

10-Jahres-Jubiläums-Sale

Zehn Jahre Cryptomator wären ohne euch nicht möglich gewesen. Zum Jubiläum möchten wir uns deshalb mit einem besonderen Dankeschön erkenntlich zeigen:

Vom 9. März bis einschließlich 18. März gibt es unsere mobilen Apps (iOS & Android) sowie das Supporter Certificate für nur 10 €*.

Egal, ob ihr Cryptomator schon seit den ersten Tagen nutzt oder erst kürzlich entdeckt habt: Das ist der perfekte Moment, um das Projekt zu unterstützen und eure Cloud auch unterwegs mit clientseitiger Verschlüsselung abzusichern.

*Hinweis: Der Rabatt und der Preis können je nach Region variieren.

Auf die nächsten zehn Jahre Cryptomator.

Was vor über zehn Jahren als Idee begann, ist heute zu einer weltweit genutzten Lösung für sichere Cloud-Verschlüsselung geworden. Millionen Menschen nutzen Cryptomator, um ihre Daten zu schützen – privat, in Organisationen und in Unternehmen.

Doch Cryptomator ist mehr als nur Software. Es ist ein Open-Source-Projekt, eine Community und eine gemeinsame Überzeugung: Privatsphäre ist nicht optional, sondern der Standard.

All das wäre ohne euch nicht möglich gewesen – ohne eure Unterstützung, eure Beiträge, eure Rückmeldungen und eure Begeisterung für sichere und transparente Software.

Während wir auf die vergangenen zehn Jahre zurückblicken, richten wir den Blick gleichzeitig nach vorn. Neue Features, neue Ideen und neue Entwicklungen warten bereits.

Eines bleibt dabei unverändert: Unser Ziel, Cloud-Speicher sicherer zu machen – und Menschen die Kontrolle über ihre Daten zurückzugeben.

Vielen Dank, dass ihr Teil dieser großartigen Reise seid.